Schiedsrichter werden….

Hier findest Du Informationen zur Schiedsrichterausbildung und -Tätigkeit.

Anstehende Lehrgänge

Wir – die Schiedsrichtervereinigung Gießen – führen in der Regel jährlich einen Lehrgang für Schiedsrichteranwärter durch. Aktuell ist jedoch kein Neulingslehrgang terminiert.

Du findest aber hier eine Übersicht aller Lehrgänge in Hessen.

Die Ausbildung

In Hessen beträgt die reine Ausbildungszeit etwa 22 Unterrichtseinheiten (a 45 Min), was einer reinen Regelkunden von gut 17 Zeitstunden entspricht. Die einzelnen Kreise legen diese Termine selbstständig fest. Dabei erfolgt im Rahmen eines Neulingslehrganges eine Einführung in die Grundzüge der Fußballregeln.
Für Hessen werden zurzeit flächendeckend E-Learning-Lehrgänge in Kombination mit Präsenztagen eingeführt. Die reine Regelkunde beschränkt sich dann auf 13 UE (9:45 Zeitstunden). Die restliche Regelkunde wird über ein E-Learning-Tool von den Anwärtern von zu Hause erlernt.
In beiden Ausbildungsmöglichkeiten kommen noch Präsenztermine für administrative Aufgaben, die körperliche Leistungsprüfung und die schriftliche Prüfung hinzu.

FAQ Ausbildung

Die Schiedsrichter-Ordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) empfiehlt ein Mindestalter von 14 Jahren. Der HFV erlaubt in Ausnahmefällen eine Mindestalter von 12 Jahren.
Die Schiedsrichter-Bewerber müssen Mitglied in einem Fußballverein sein, Interesse am Fußball haben und die Einsatzbereitschaft mitbringen, jährlich mindestens 12 Spielleitungen zu übernehmen und an Weiterbildungsveranstaltungen sowie einer Leistungsprüfung pro Jahr teilzunehmen. Solltest Du nicht Mitglied in einem Verein sein, helfen wir gerne beim Vermitteln.
Schriftlicher Teil (Beantwortung von Regelfragen) und auch körperliche Prüfung (definierte Intervallläufe) sind zu absolvieren.
Bei Eignung können gegebenenfalls auf Regional- und Landesebene zwei Klassen in einem Jahr übersprungen werden. Ab den Spielklassen der Landesverbände benötigt jeder Kandidat pro Spielklasse grundsätzlich ein Jahr. Bis in die Bundesliga sollen mindestens sechs bis acht Jahre veranschlagt werden. Die Eignung für die höhere Spielklasse wird durch Schiedsrichter-Beobachter festgestellt.
Die Sportkleidung wird normalerweise vom Verein gestellt. Die Fahrtkosten zu den Spielleitungen werden ersetzt, daneben gibt es abhängig von der Spielklasse Aufwandsentschädigungen.

Dein Ansprechpartner zum Thema Schiedsrichterausbildung ist Patrick Haustein.

Fördermodell

Nach der Prüfung ist man sofort einsetzbar, die Einsatzklasse hängt vom Alter ab und man kann dementsprechend schnell auch im Seniorenbereich bei Eignung eingesetzt werden. Bei den ersten Spielen erfolgt in der Anfangsphase möglichst eine individuelle Betreuung durch erfahrene Kollegen, sogenannten Paten oder auch Coaches.
Zudem können erste Spiele auch im Rahmen eines sogenannten “Tandem-Spiels” erfolgen. Mehr dazu findest Du unten.

Dein Ansprechpartner zum Thema Fördermodell und Schiedsrichter-Paten ist Alexander Pächthold.

Tandemmodell

Im Rahmen des Tandemmodells haben Jungschiedsrichter die Möglichkeit bei der ersten Spielleitung sogar auf dem Feld von einem erfahrenen Kollegen begleitet zu werden.

Das Konzept:
→ Vor dem Spieltag sprechen sich der Neuling und der erfahrene Schiedsrichter über die Vorbereitung des Spiels ab.
→ Am Spielort werden alle Vorbereitungen – inklusive einer Platzbegehung – getroffen.
→ Während des Spiels übernimmt der erfahrene Schiedsrichter die Leitung der ersten Halbzeit. Der Neuling begleitet ihn dabei und holt sich währenddessen wichtige Tipps ein: Dazu zählen z.B. das Stellungsspiel oder kurze Erklärungen zu den Entscheidungen.
→ Die Leitung der zweiten Halbzeit übernimmt dann der Neuling eigenständig. Während dessen bleibt der zweite Schiedsrichter passiv und läuft nur mit. Er gibt lediglich Tipps und Vorschläge, greift aber nicht ein.
→ Nach dem Spiel wird dann der Spielbericht gemeinsam erstellt und das Spiel besprochen – inkl. Tipps für das nächste Spiel.